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Inhalt

Unsere Konzeption

Personenkreis

Die Interdisziplinäre Frühförderung wendet sich an Eltern, deren Kinder entwicklungsverzögert sind, deren Kinder von einer Behinderung bedroht sind oder bei deren Kindern eine Behinderung festgestellt wurde.

In der Regel werden die Kinder von der Geburt bis zum Eintritt in den Kindergarten begleitet.

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Zielsetzung

Ziel der Interdisziplinären Frühförderung ist es, das individuelle Entwicklungspotential des Kindes kennen zu lernen und einen Rahmen zu schaffen, in dem das Kind dieses Potential entfalten und nutzen kann.

Ein weiteres Ziel ist es, die Eltern über den Entwicklungsstand ihres Kindes zu informieren und mit ihnen Möglichkeiten des entwicklungsfördernden Umgangs mit ihrem Kind zu finden.

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Konzeptionelle Grundlagen

Besonders im Säuglings- und Kleinkindalter verfügt das Gehirn über eine hohe Plastizität, so dass die therapeutische und pädagogische Förderung hier besonders erfolgversprechend ist.

Die Kinder werden in ihrer kognitiven, sprachlichen, emotionalen, motorischen, sensomotorischen und sozialen Entwicklung unterstützt.

Wir akzeptieren das Kind in seiner Persönlichkeit. Das Verstehen und Aufgreifen der persönlichen Handlungslogik des Kindes steht für uns im Vordergrund. Was es tut, ist für das Kind sinnvoll und zielgerichtet, selbst wenn es für die Umwelt nicht erkennbar ist. Das Kind ist Akteur seiner Entwicklung.

Die ganzheitliche Betrachtungsweise des Kindes und seiner Familie bildet die Grundlage aller in der Interdisziplinären Frühförderung vertretenen Disziplinen. Gemeinsam mit den pädagogischen und therapeutischen Mitarbeitern sind der Chefarzt der Gifhorner Kinderklinik zur Beratung bei medizinischen Fragen, ein Diplompsychologe für Entwicklungsdiagnostik und eine Diplompädagogin zur Beratung bei Antragstellungen und Hilfsmittelversorgungen im Team tätig. Es wird ein optimal auf das Kind abgestimmtes Förder- und Behandlungsangebot erstellt. Die Familie bekommt alle notwendigen Leistungen aus einer Hand.

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Heilpädagogischer Ansatz

Durch die Angebote und Spielmaterialien der Frühförderung bieten wir dem Kind unterschiedliche Anreize. So greifen wir die Aktivitäten des Kindes auf, versuchen den Sinn der Handlung nachzuvollziehen und unterstützen das Kind darin, sein Handlungsziel zu erreichen. Gleichzeitig sind wir bestrebt, durch Variationsangebote das Handlungsrepertoire des Kindes zu erweitern, Anstoß zu neuen Ideen zu geben und "Aha"-Erlebnisse möglich zu machen. Das Umschütten von Sand kann z. B. durch das Benutzen von unterschiedlichen Behältern verschiedene Anforderungen an das Kind stellen und seine Fähigkeiten erweitern.

Wir fördern das Kind entsprechend seines Entwicklungsniveaus. Unsere Ziele sind dabei:

  • Erschließen von Gelegenheiten und Situationen, in denen das Kind Spielfreude erleben kann
  • Unterstützung der sensomotorischen Entwicklung
  • Wecken und Stärken der Kommunikationsbereitschaft und -fähigkeit
  • Förderung der kindlichen Aufmerksamkeit und Motivation
  • Anregung und Unterstützung der Handlungsplanung des Kindes
  • Stärkung des kindlichen Selbstvertrauens
  • Unterstützung der Eigeninitiative und Selbständigkeit

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Physiotherapeutischer Ansatz

Die Grundlage der physiotherapeutischen Arbeit ist das neurophysiologische Konzept nach Bobath.

Die Bobath-Therapie besteht aus einem rhythmisch - tonischen Dialog zwischen Therapeutin und Kind. Hierbei gibt die Therapeutin Bewegungsimpulse, die die sensomotorische Entwicklung des Kindes anregen und unterstützen sollen. Durch die Reaktion des Kindes entsteht ein Dialog, der der Therapeutin Auskunft über die Wirksamkeit ihrer Interventionen gibt.

Ziel ist es, die größtmögliche Bewegungsökonomie des Kindes zu erreichen und Freude an den gewonnenen motorischen Fähigkeiten zu wecken.

Dabei sind unsere therapeutischen Schwerpunkte:

  • Tonusregulation
  • Aufrichtung gegen die Schwerkraft
  • Gleichgewichtsregulation
  • Koordination der Bewegungsübergänge
  • Haltungskontrolle und Koordination
  • Vermeidung oder Verminderung von Sekundärschäden; Schmerzvorbeugung und Linderung
  • Unterstützung der psychomotorischen Entwicklung einschließlich der Sprachanbahnung

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Ergotherapeutischer Ansatz

Die ergotherapeutische Behandlung orientiert sich am jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. Dieser wird durch genaue Diagnostik in Form von standardisierten Testverfahren, freien Beobachtungen des Kindes und Gesprächen mit den Eltern ermittelt.

Durch den Einsatz von handwerklichen, gestalterischen und spielerischen Techniken, sowie alltagsrelevanten Handlungen und den gezielten Einsatz verschiedener Therapiematerialien wird das Kind in seiner Selbständigkeit gefördert.

Grundlage ist der Erhalt und die Erweiterung der individuellen kindlichen Handlungskompetenz, um das Kind in seinen verschiedenen Lebensbereichen, wie z. B. dem familiären Umfeld oder der Kinderkrippe, zu unterstützen.

Unsere Behandlungsziele sind:

  • Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Tonusregulation und der Koordination
  • Verbesserung der Sinneswahrnehmung und der Wahrnehmungsverarbeitung
  • Verbesserung der Konzentration, Ausdauer und der kognitiven Leistungen
  • Stärkung der Motivation
  • Unterstützung des Kindes und seines Umfeldes beim Akzeptieren bleibender Beeinträchtigungen
  • Unterstützung und Anleitung beim Erlernen von Kompensationsmöglichkeiten
  • Anfertigung und Anpassung von Hilfsmitteln zur Alltagsgestaltung

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Elternarbeit

Für die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns Folgendes wichtig:

  • Aufbau einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kind und Frühförderin, bzw. der jeweiligen Therapeutin
  • Erklären der Ziele und Inhalte der heilpädagogischen und therapeutischen Frühförderarbeit
  • Informieren über den Entwicklungsstand und gegebenenfalls über die Behinderung des Kindes
  • Den Eltern im gemeinsamen Umgang mit dem Kind Anregungen und Tipps zur Alltagsgestaltung geben
  • Beratungsgespräche, z. B. zu Fragen der Erziehung
  • Begleitung beim Übergang des Kindes in eine weiterführende Einrichtung, z. B. Kindertagesstätte

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Team

In der Interdisziplinären Frühförderung Gifhorn mit ihrer Außenstelle in Wittingen arbeiten eine Ergotherapeutin, Erzieher mit verschiedenen Zusatzqualifikationen, Heilpädagogen, eine Motopädin, eine Physiotherapeutin, eine Sozialpädagogin und eine Verwaltungsfachkraft.

Wir legen Wert auf die Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten. Dazu gehört der Austausch mit unterschiedlichen Therapeuten, Kinderärzten, Fachkliniken, Sozialpädiatrischen Zentren, Kindertagesstätten und Kinderkrippen.

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